Süss war’s.

Foto: Marion Jeanne, Kater Hopfi und Lindt Sensation Chocolate Fruit

 

Jetzt ist da nichts mehr drin, hab alles aufgegessen,

bis zum letzten Drop. Ein paar Luftblattern, die sich

blähen noch, schau, ich halt den Beutel kopf,

es herrscht … : gähnende Leere!

Kein Gefäss, das sich wieder von alleine füllt oder

durch die Hand vom Weihnachtsmann.

Sorry, nein! Kann dir wirklich nichts anbieten.

Wo nichts ist, da nichts ist! Fühl mich selbst ob

einer gewissen Völle, ganz ausgepresst

in meiner Absage an dich, teile dir mit, dass

du ab sofort Hunger leiden musst, wie auch

ich ab sofort Hunger leide, nicht diesen da –

den andern- Phantomhunger,

hat nicht er grad eben zu dieser Hamsterei geführt,

bei mir, indem ich mir einen Drop um den andern

in den Mund stopfte, ziemlich schnell und dann

immer schneller, mit hart forschender

Zunge die Kugeln in der Mitte entzwei brach –

dies ist ein absolut Leichtes bei so zart schmelzender Hülle! –

um den Kern, diese fruchtig prickelnde, parfümhaltige

Füllung, zwischen Zungenhartspann und Gaumen –

durch Schieben, Drücken, Abpressen usw.

– zu zermalmen?

(Wie eine Häschen in der Schlinghöhle einer

Python, übrigens. So stell ich mir das grad vor!)

Süss war’s, wie gesagt. Ein kurzes Vergnügen.

Und doch so süss vielleicht auch wieder nicht,

ging es doch um eine Süsse, die mich erst

gierig machte, dann sich in Luft auflöste.

Die mir Treue schwor als Ersatz und Substitut für…

(für süsseste Antworten, von denen ich finde,

das sie mir das Leben schuldig ((geblieben)) wäre.)

Und dann mich mit Treulosigkeit

strafte, dem Gefühl einer doppelten Illusion:

Ich hab mal wieder Pralinen gegessen. Weiter nichts.

 

(29.7.2017)

 

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