Sturm

Sturm, der ewig weht.
Und noch Dinge, die draussen stehen;
von gestern, dem windstillen Tag.

So ruhig, so klar kann das Naheliegende sein!

Dass kein Unterstand sie festigt vor unverhofftem

Vergessen gehn.

Soll ich sie holen gehen?
Retten, was es zu retten gibt?

Es sind nur kleine Dinge!
Tisch, Tasse, Lippe in Rot,
Kippe einer Hand, entwichen—

Es sind nur kleine Dinge, wirklich!

Doch fühle ich mich, wie vom Sturm gerufen!

Öffne die Türe und sehe, was ich liebte,

der Hässlichkeit preisgegeben.

(21.2.22)

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