Eclat_Mitbewohner_Tischchen

Tischchen,
langsam wirst du zum Fischchen.
Entschupptes, auf das ich niederlegte,
Garten meiner kleinen Schöpfung:
Nichts Standfestes. Getrocknete Ähre,
ein Buch, meinen müden Kopf.

Eine Fläche bist du, die ich mit meinen Armen halte. Eine Fläche, die schmilzt, wie der Boden auf dem du noch stehst, vierkantig geschürft:

unverkäuflich und verkauft, schon lange,
Eins und doch abgetrennt mit und von den harzigen Düften, bemessen, wie dieses Feld, umgestülpter Steingigant,
mit Küssen des Friedens sogar bedeckt
und Blutschwüren beschmiert,
als aufgestellte Wand.
Strassen, die nur am Amazonas versacken.
Erde, die Milliarden Tischbeine fasst.
Gras und Seidenteppiche.

So habe ich ihn schnell ausgerollt, den Grund,
der dich noch trägt, während ich an dir sitze.
(und warte, dass wir zusammen auf die Platte nieder krachen)

Möbelchen, mein Liebstgewordenes, soll ich dich dann als Bäumchen
verpflanzen?

 

 

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