Aufräumen

Eines Nachts stand ich auf und brachte den Fluss zum Fliessen, ohne Wasser, rieb Steine aneinander, bis sie glühten, ohne ein Feuer zu entfachen. Ich füllte meine Reisekisten mit Luft und zündete die Hütte an mit der Leidenschaft meines Atems, aber sie brannte nicht. Also ging ich zurück und schnitt mir die Pulsadern auf, doch es kam kein Blut, ich stocherte und stocherte. Mit einer Leiche auf meinen elektrischen Rädern rollte ich dann zum Hafen, wo mir der Geliebte der Andern zu winkte: Ich hab dich allein geliebt! Als eine Leiche auf meinem Rollstuhl, die keine war, erhob ich mich dann und lief übers Meer, das unter mir nicht nachgab. Es tat etwas weh. Alsoversuchte ich etwas Schönes zu denken. Ich dachte,wie ich eines nachts aufstand und denFluss zum Fliessen brachte mit Wasser. Wie ich Steine aneinander rieb und eine Feuer entfachte,meine Reisekisten füllte mit Wertsachen zum Leben. Schwer wurden sie. Ich ging und brannte die Hütte nieder mit der Leidenschaft meines Atems. Ich schnitt mir die Pulsadern auf und verblutete. Als Leiche auf zwei Beinen ging ich dann zum Hafen, wo ich dem Geliebten der Andern zuwinkte: ich hab dich auch allein geliebt! Der Geliebte der Andern packte mich und warf mich ins Meer, das unter mir nachgab. Es tat etwas weh. Versuch noch einmal etwas Schönes zu denken.

(28.11.2020)

One Response

Add a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *