toter Fuchs in La Sagne

Man hat dein Auge gestohlen.

Seitlich liegst du da.
Als hätte dich jemand abgelegt,
wenige Meter neben der Strasse.

Oder als hättest du dich gerade noch retten
können, bist zur höchsten Stelle im Gras,
neben dem Grenzpfosten.

Du kommst doch von der Strasse?
Oder kommst du vom Moor?

Da, wo ich unterwegs bin,
langsam und vorsichtig meine Füsse
hinein setze in die dunklen, schmatzenden Teiche.

Zwischen den Birken hindurch,
das Wasser steht ihnen bis zu den weissen Stulpen, und über rote Blätter, die Insekten verschlingen,
geht es ….


Da kann ich wieder festen Boden fühlen.
Spüren, wie er mein Kreuz streckt.

Wie tausend kleine Krokusse, stramm wie Wodkakelche, eine Fährte streuen hinauf zum Narzissenwald.

Oben steige ich auf den Strunk
und überblicke das fremde Märchental.

Das Moor schimmert.
Der Mond schimmert.

Sterne fallen aus deinem gefrorenen Maul,
sie knöpfen dir durch das hellbraune Fell den Bauch auf.—–

——

Wie leer ist das Auge des Todes.
Wie leer ist es, wenn man im Tod nicht noch einmal kuscheln kann.

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