#pwME_Myalgic Encephalomyelitis-Facts (Blackdress_ME_Day)


Ich trage Schwarz, weil ich diese Farbe mag, aber auch, weil ich nicht zufrieden bin, wie mit den M.E.-Betroffenen, INSBESONDERE in diesem Land, Schweiz, umgegangen wird. Schwer und schwerst Betroffene sind komplett von der medizinischen Versorgung abgeschnitten, Haus- und Vertrauensärzte sind Mitläufer und studieren nur die aktuellen Ärztebroschüren ihres Vereines (wo M.E. SEID heisst und blosse Erschöpfung bedeutet!). Sie machen sich keine „eigene“ Gedanken dazu un sehen offenbar nicht, dass ME in der internationalen Forschung existiert, dass es eine gut dokumentierte Historie dieser Erkrankung gibt. Es gefällt mir auch nicht, dass (männliche) Ärzte nicht zugeben können, in M.E. eine Wissenslücke zu haben. Es missfällt mir, wie sie einem rumschieben von einem Spezialisten zum andern und keiner sich zuständig fühlt. Ich finde es skandalös, dass schwerst Kranke M.E.-Betroffene, die nicht ins Krankhaus oder zu einem Routinecheck können, daheim nicht besucht und behandelt werden, finde es trauig, dass am diesjährigen M.E-Vereinstag in Zürch gerade mal ein einziger Arzt vor Ort war- (man verbessere mich, wenn ich irre, denn das ist die Info, die ich davon habe) einer, der selbst betroffen ist…

Mein erster Arzt, der mich behandelte, damals, als M.E. bei mir vor 20ig Jahren ausbrach, meinte in einem Brief (immerhin hat er mir vor einigen Jahren auf meinen Brief zurückgeschrieben): „Es tut mir leid, das zu hören mit Ihrer Krankheit. Ich erinnere mich gut an sie, eine junge, kritische Frau. Es bleibt Ihnen nur, den Sinn in etwas Höherem zu suchen!“

Zum Schluss muss ich noch sagen, dass ich nicht vergessen habe, dass der Staat mich finanziell unterstützt.

(Mai, 17)

 

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