drei Sekunden Ewigkeit,

This is my favourite

 Not Cheese but this.

Flüchtig, vielleicht oder sogar am Davonlaufen. In Zügen, die sich nicht oder nur noch stockend beweg(t)en, am Rand von Schotterstrassen, hinter Barrieren, angehalten oderweitergewunken von solchen, die sich Permissionen gaben, auf Linienflügen mit Ausweisen und Luggage, die verloren gingen, verflogen, Pfade ausserhalb des Radars-

Natürlich gab es auch solche, die wegschauten.

Ich stelle mir die Ausgeblendeten vor, paddelnd und strampelnd in einem Meer aus anonymen Blitzgewitter, Millionen zu Eins, alle haben sie das Objekt der Kamera auf sich gerichtet und versuchen ein letztes unverwechselbares Kampfsmile. Dazwischendie Eingeblendeten, in ihrer Mitte eingemittet in einem wirklichen, taktil fühlbaren Meer! Obwohl auch sie nächstens verstaut werden in der Mottenkiste, umschmiegt sein Arm ihren zierlichen Oberkörper, ihr Gesicht fällt in den Nacken, und- während sie sich mit dem Gewicht in die Schale seiner Hand lehnt- ein Griff für die Ewigkeit, drei Sekunden Ewigkeit-

küssen sie sich.

Zuvorderst an eine Beissschnur der Zeit baumelt ein permanentes Rauschen. Kann man diesen Zustand, genannt Gegenwart, innerhalb seiner Selbst verstehen, wenn man nicht eben noch geküsst hat?

Ich würd nicht gerade behaupten, sie kämen aus der Mottenkiste!

Von allen musealen Gegenständen ist mir dieses das Liebste, wegen seiner Präsenz.

(13.0.19, Robert Diosenau 3 Sekunden Ewigkeit, Der Kuss vor dem Rathaus 1950)

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