Aus meiner „Qurantäne“ (es wird keine Entwürfe geben, es wird bei Entwurf bleiben)

Aus meiner „Quarantäne“
Ghost City, Mai 2021
„Ich weiss, ich werde mein Bild zerstören, da, wo meine Biografie des verschlossenen Ichs endet. Das wird an dem Punkt sein, wo es mir nicht mehr möglich ist, Fühlung aufzunehmen mit mir selbst. Wo dieses Subjekt verpuffen darf wie ein Ballon. Ich lese und fühle bei Byung-Chul die Zeit des Andern ist vorbei. Aber ich lese auch: das Ich soll es nicht mehr geben, das Ich, als Subjekt. Scheinbar gibt es kein Ich hinter der physischen Oberfläche, keinen tieferen Kern. Die Zukunft wird sich in Elron Musk’ Raumfähre abspielen, ganz harmlos, identitätslos, verpufft und der Falschheit überführt auch die biologische Spur der Frau, werden die Menschen alles auf Schaumgummi wippende, neutrale Männer sein. Formlos und leer, mit oder ohne Maske, einerlei, ein ausgezeichneter Datenchip hinter der Stirn, der Alarm schlägt, wenn der Körper krank wird oder nach Gefühle ausschlägt. Krankheit in dieser Form, als Stigma und Auszehrung, als Ausgrenzung, so wie wir sie in Ghost City haben, wird es nicht mehr geben. Sie zerstört das Hüpfen der identitätslosen Fischchen von Form zu Form. Sie zementiert die Bilder, so dass sie faulen. Wie in einem Instant-Museum werden die echten Bilder in der Vorstellung des modernen Menschen aufgehängt und abgehängt, die Instant-Bilder der Sandammeermenschen.“

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