grauzehndi

2025_Was jetzt noch geschehen kann

ist eine Kraft gegen den Strom eines

Bleibens.

Der Zug rollt an.

Unter den schweren Nebeln

versacken die Stromnetze.

Ich habe mein Mauseloch mit Zement

übergossen, bevor ich ging.

Zwischen Schienen und Rädern

zerpeitscht der lautlose Fahrtwind

meinen Atopos.

Die Bewegung nach vorn

ist die Bewegung des Vergessens.

Es schleudert mich hinaus

mit hunderttausenden von
Trittbrettreisenden.

Mein Herz klopft. Ich lebe
in cognito,
ich lebe im Verbotenen.

Aber nun will ich ein Trittbrettreisende
sein!

Über der Hardbrücke der Abendverkehr:
Sparkly Lametta-Leuchtschnur,

sich auspufft bis zum Rosenhimmel.

Ich reihe mich ein in das Gedröhne

der Rollkoffer.

Die Menschenwalze hat mich erreicht.
Wollte ich etwas konkretisieren?

In der Bewegung nach vorn

ist man zu keinem konkreten Gedanken

mehr fähig. Endlich begreife ich in der

Bewegung nach vorne,

muss mir nie wieder etwas zustossen.

Zerstören an Ort und Stelle mich.
Weil ich zum Bleiben gezwungen war.

Das nennt sich Flucht. Dann.

Und ich mich ab sofort Flüchtige.

(Ist das nicht eine Leiste weiter oben im Status der Gefallenen, der heimlich Existierenden als der Mauselöcher-Mickrigen?!)

Jetzt nur nicht stehen bleiben.

Zu den Tränen gebeselt

im Rinnstein. Jetzt nur nicht stillstehen.

Ich willllllllllllllllllllllllllllllllllllll-

————–eine Bewegung tun!!!!

Die Seemöwen stossen sich ab Richtung See.

Ich bleibe stehen, und löse –

das Handyimmerzurhand- den
Augenblick aus.

Was jetzt noch geschehen kann, ist,

was niemals passiert ist.

Ist eine Kraft gegen den Strom keines
Bleibens.

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