grauzehndi

2023/26_Lumpengedichte_der Fuss

(der Lumpen: ein Körper)


Im Söckchen wurde es mir allmählich zu pudrig.

Also machte ich mich fertig für das Stehen.

Ich tat, was ein Mensch tun kann: ich bezwang

das Laufgitter.

      Allmählich kriegte ich ein Gefühl für Unterlagen:

nasse Kacheln, picksige Tannnadeln, Teer und

sogar Bananenschalen. Ich war aaliger, als ein

Hörnchen auf der Flucht vor dem Amortiger. 

Dreitausendmeter über Meer erreichte ich die

Alpenbrise. Und ich stellte mich tot. Und ich liess

es baumeln.

       Schon überkam mich leichte Verhornung.

Durchliefen rissige Flüsse meine Fersarchipel.

Ich übersah Verbotsschilder und irrte im Kreis,

ein richtiger Plattfuss. In angerauschten

Träumen tanzte ich durch den Swan Lake-Ballsaal

mit Kitty Schtscherbazkaja, zwängte mich

auch in das hochhackige Lackschiff, genannt Plateau,

um die fantasielose Bowl-Stange zu bezwingen.

(Aber okey, ich war schlechter im Umschiegen als Andere)

Dann entrasten mir mehrere Busse vor der Nase.

Wie zwei Boote in der Schlacke verharrte ich, wie

zwei Brote aus einem erkalteten Ofen aus Stein

rauchte ich.

      Mein Lumpen liess mich hochlagern. (dieser alte Besen).

Ich rang um Haltung. Einmal in diese, dann ich jene

Richtung. Dann legten sie ein altes Tischtuch über mich.

Dann wuschen sie mich und sie balsamierten meine  stumme

Hochnäsigkeit,. Sie umstanden mich wie

einen unbekannten Bastard.

      Ich hörte das Poltern der Zementpantinen in

ihren Herzen. Die  Bächlein  gurgelten vorbei, neuen

Gewässern zu.

      Jetzt noch einmal auszubüchsen wäre wie Weihe!

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